Ertragreich: gute Führung, Strategie und Kreativität

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Ertragreich: gute Führung, Strategie und Kreativität

Gute Führung, Mitarbeiterengagement, strategische Einbindung der Personalabteilung und Kreativitätsförderung – dadurch zeichnen sich die 20 ertragreichsten Unternehmen aus, wie eine neue Studie feststellte.

Über 14.000 Führungskräfte und Personalverantwortliche antworteten

Die Studie „The Global Leadership Forecast 2014/2015“ wurde von Development Dimensions International (DDI) durchgeführt, einem Beratungsunternehmen für Talentmanagement. Insgesamt wurden 13.124 Führungskräfte und 1.528 Personalverantwortliche aus 2.000 Unternehmen zur Personalarbeit gefragt. Diese Maße wurden ins Verhältnis zur Wirtschaftskraft des Unternehmens gesetzt, gemessen an Rentabilität, Gewinn je Aktie, Rendite für Investoren und Kapitalrendite. Die Hauptergebnisse:

Gute Führungskräfte sorgten für Rendite

Gute Führung war ertragreich. Unternehmen mit guter Führungsqualität waren sechsmal häufiger unter den 20 erfolgreichen Firmen als solche mit geringer Führungsqualität. Wenn sie neben guter Führung auch noch für hohes Engagement ihrer Mitarbeiter sorgten, zählten Unternehmen sogar neunmal häufiger zu den 20 gewinnträchtigsten Firmen.

Vorausschauende Personalabteilungen waren an Strategie beteiligt. Personalabteilungen, die häufig Daten auswerteten, um zukünftige Personalengpässe vorherzusagen, waren zu 43 Prozent bei der strategischen Planung des Unternehmens beteiligt. Personalabteilungen, die keine Prognosen berechneten, wirkten nur zu fünf Prozent bei der strategischen Ausrichtung mit. Wenn das Human Resource Management bei der Unternehmensstrategie mitarbeitete, gehörte die Organisation sechsmal häufiger zu den Ertragreichsten.

Kreativität wird künftig entscheiden. Zwei Aktivitäten wurden am häufigsten genannt, die in Zukunft über Erfolg oder Misserfolg des Unternehmens entscheiden: „Kreativität und Innovationen fördern“ und „interkulturelle Führung.“ Firmen, die schon jetzt beides trainieren, waren mit einer dreimal höheren Wahrscheinlichkeit unter den 20 finanzstärksten Unternehmen als die, die diesbezüglich nicht schulten.

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